Kleinere Sahnehäubchen

Auch der FC Bayern München muss kürzer treten. Kassiert er in dieser Saison noch 74,30 Millionen Euro aus dem « nationalen Fernsehtopf » werden es im nächsten Jahr ein paar Millionen weniger sein. Das liegt daran, dass die Deutsche Fußball Liga, die sowieso nur noch 1,10 Milliarden statt 1,16 Milliarden erhalten wird, aufgrund der anhaltenden Proteste der kleineren Vereine, vor allem aus der 2. Liga, den Anteil des Fixkostenzuschusses für die Saison 21/22 und 22/23 auf 53 Prozent angehoben hat. Danach wird der Anteil auf 50 Prozent gesenkt. Das heißt : Die Bayern werden in der nächsten Saison 24,7 Millionen « fest » kassieren, der Tabellenletzte aber auch (2. Liga: 6,9 Millionen).

Damit verkleinert sich natürlich der restliche Kuchen, der zu verteilen ist. Beim Thema « Leistung » (42 Prozent) werden sich die Bayern, da eine Wertung über fünf Jahre erfolgt, natürlich auch wieder die Sahnehäubchen abholen, wenn auch der Topf nur noch 369,6 Millionen umfasst. Daraus dürfen die Bayern mit etwa dem dreifachen rechnen als der Tabellenletzte. Leistung muss sich schließlich lohnen.

Drei Prozent der 1,10 Milliarden gehen für den Einsatz von « Nachwuchs » drauf. Auch wenn die Bayern sich neuedinge in diesem Bereich sehr anstrengen – aber was sind schon drei Prozent gegen 42 Prozent Leistung ?

Ganz interessant ist die Definition der vierten Säule « Interesse ». Da geht es nicht um Einschaltqoten (Bayern immer vorne), Stadionbesuch (Köln immer vor Mainz, wenn es denn einen geben darf), sondern um ein in Zukunft von einem Meinungsforschungsinstitut erhobenen « Fanpotential ». (Mönchengladbach vor Bielefeld?). Dafür werden zwei Prozent aus dem Milliardentopf verteilt.

DFL-Boss Christian Seifert hat die für die nächsten beiden Saisons beschlossene leicht höhere « Gleichmacherei » mit der Corona-Krise begründet. Das trifft die Bayern und Dortmund besonders hat, zumal die mit ihren Riesenstadien immens unter dem Wegfall der Eintrittsgelder leiden. Wenn man bedenkt, dass die Bayern im März 2019 für ein Viertelfinale der Champions Leaague gegen Liverpool 600 Euro für ein Ticket verlangt haben...

Hinzu kommt erschwerend, dass die Bundesliga auf dem internationalen Makt auch nur noch 180 statt 250 Millionen Euro wert ist. Klar, wer spricht im Ausland schon hinreichend deutsch, um die Anweisungen von Neuer oder Müller in einem leeren Stadion zu verstehen ? Da ist das Gegröle, Gejohle uns Stöhnen von 70.000 schon spannender.

Eine Milliarde an Umsatz soll nach Prognosen von Fachleuten die Bundesliga in dieser Saison verlieren, gar zwei Milliarden in der nächsten. Da müssen wohl einige Profis und Berater den Gürtel enger schnallen. Vereine auch, denn mit den Transfers – billig einkaufen, ins Schaufenster stellen, teuer verscherbeln – wird es gleichfalls nichts mehr. Und so lange es keine Zuschauer mehr gibt, lassen sich die Preise gegen Liverpool auch nicht weiter erhöhen.

 

Rainer Kalb

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