Der Fall Dresden

Dresden. Immer wieder Dresden. Dresden und Gewalt – das läuft im Fußball wie ein Dynamo. Deutscher Fußball-Bund und Deutsche Fußball Liga bauen ja schon Brücken aus Platin statt aus Gold. Der Dynamo-Geschäftsführer bekleidete vorher die gleiche Position bei der DFL, kennt also alle Winkelzüge. Aber es hilft nichts.

Jetzt stehen Maulhelden gegen Straftäter. Dynamo aus dem Profifußball ausschließen ist die harmlose Aufforderung. Sie verkennt, dass das Problem noch schlimmer würde. Wenn Schlägertruppen statt in Stadien auf Bezirkssportanlagen wüten dürfen - dann Gute Nacht, Amateurfußball.

Einen Verein aus dem DFB auszuschließen, weil er falsche „Anhänger“ hat – dann könnte ja direkt wieder der Judenstern eingeführt werden.

Die grundsätzliche Frage ist doch eine ganz andere, und niemand wagt, sie zu stellen. Da poltern die Polizeigewerkschaften immer los, die Vereine sollten zahlen. Umgekehrt wird ein Schuh draus. Sollen die Polizisten doch erst mal ihren Arbeitsnachweis erbringen! 400 Bescheuerte vom Bahnhof Bielefeld zum Stadion zu begleiten mag schmerzhaft sein. Geht ja bergauf zur Alm. Aber diese Hooligans haben einen Supermarkt überfallen! Gibt es da keine Überwachungskameras? Wird da nicht eine Kassiererin fotografiert, die Pfandflaschen eintauscht oder ein Brötchen stiebitzt?

Der Fußball hat für eine nahtlose Video-Überwachung gesorgt. Die Bahnhöfe sind – wie bei der Terroristenfahndung gesehen – mit Spezialkameras ausgestattet. Ihr Herren von der Polizei: Wollt ihr überhaupt die Täter finden oder nur bildträchtige Opfer sein, um Euren ach so harten Job bejammern zu können?

Und die Herren Politiker: Haben die eigentlich ein wahres Interesse an der Identifikation der Sumpfmitglieder? Da könnte doch Schlamm hochkommen und das Motto heißen: Besser verschwinden sie bei Auswärtsspielen und in fremden Stadien, statt durch unsere Straßen zu marschieren. Das sind die wahren Fragen, die selten gestellt und noch seltener konkret beantwortet werden.

Der Fußball spiegelt in 90 Minuten ein Leben von Geburt bis Tod wider.

Dann müssten Polizei und Staatsanwalschaft in der Lage sein, massive Störer der öffentlichen Ordnung in 90 Stunden zu neun Tagen Knast zu verurteilen.

Hooligans, die den Fußball mißbrauchen, sind keine Kavaliere, sondern Kriminelle. Solange die Polizei sie  nur als Halbstarke abtut, wird der Fußball mittelfristig vor die Hunde gehen – und nicht nur Dynamo Dresden.

 

Rainer Kalb

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