Zirkus Maximus

Kürzlich hat die Deutsche Fußball Liga dem Zweitligisten VfR Aalen Punkte wegen Verstößen gegen Lizenzauflagen abgezogen. Hatte bestimmt alles sein Recht und seine Ordnung.

Allerdings sollten die 36 Profivereine auf ihrer nächsten Versammlung mal diskutieren, wie viel Punkte sie dem FC Bayern wegen Wettbewerbsverzerrung abziehen. Das ist nämlich nicht nur ein Verstoß gegen Lizenzauflagen, sondern ein Verstoß gegen die grundsätzlichen Geschäftsbedingungen des Profifußballs.

Es ist schlichtweg empörend, wenn der FC Bayern sich erst von Borussia Mönchengladbach auf dem Sofa zum Meister machen lässt und dann eine Woche später in Leverkusen, dem ernsthaftesten Konkurrenten der Borussia um einen direkten Startplatz in der Champions League, mit einem Team aufläuft, das noch nicht einmal den Titel Reservemannschaft verdient hat.

Rico Strieder, Lukas Görtler, Gianluca Gaudino, Mitchell Weiser: Da dürfen die Abstiegskandidaten schon Angst haben, wenn der FC Bayern nach dem Rückspiel in Barcelona zum SC Freiburg fährt und sich auch dort abschlachten lässt.

Pep Guardiola darf natürlich auf seine Verletztenliste verweisen (was die Ärztefrage nur noch pikanter macht). Und es stimmt ja auch: Er hat sich selbst und den FC Bayern geschädigt, als er Arjen Robben im Pokalhalbfinale gegen Dortmund zu früh brachte, um ihm Spielpraxis für das Match in Barcelona zu verschaffen. Jetzt liegt Robben in der Röhre und Pep schaut in sie hinein.

Andererseis ist dem Spanier vor dem Spiel in Leverkusen ein entlarvender Satz entfahren, und der sollte die Liga-Verantwortlichen alarmieren: „Bundesliga ist vorbei!“

Wer so denkt, ist ein Titeljäger, aber kein Sportler. Wer so denkt, hat von Fair Play noch nie etwas gehört. Wer so denkt, soll nicht sagen, die Meisterschaft sei das Wichtigste. Denn er verfälscht und manipuliert sie. Er veralbert Sponsoren und zahlende Fernsehsender ebenso wie Dauerkarteninhaber.

Allerdings sind die Bayern nicht die einzigen Sünder. Wie viele Teams sind in den letzten Jahren mit einem B-Team nach München gereist, weil „da ja doch nichts zu holen“ sei, und das A-Team für das nächste Spiel gegen einen „gleichwertigen“ Gegner geschont werden müsse.

Wenn dieses Denken um sich greift, haben wir bald einen Zirkus Maximus – aber keinen Sport mehr.

 

Rainer Kalb

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