Für die Nationalmannschaft war Roman Weidenfeller in Faro gegen Gibraltar noch gut genug, für Borussia Dortmund ist er es aber offensichtlich nicht mehr. Wie sonst wäre es zu erklären, dass die Westfalen sich bei Absteiger Freiburg bedienen und den 24-jährigen Roman Bürki verpflichten? Mit 34 als Torhüter schon auf’s Abstellgleis – das ist die eine Nachricht, welche die Bundesliga bislang in ihrer Sommerpause vermittelt.

Na gut, Silvia Neid will mit 51 aufhören. Sagen die einen. Die anderen sagen, sie würde noch ein Jahr dranhängen, wenn die Fußball-Frauen-Nationalmannschaft (FFN) bei der Frauen-Weltmeisterschaft (FWM) unter die ersten drei Europäer kommen und sich so für die OSB (Olympische Spiele Brasilien) qualifizieren würde.

Er hielt sich, auch mit 79, für unersetzlich. Er ließ sich für vier Jahre wieder wählen. Vier Tage später kündigte er seinen Rücktritt an.

Sepp Blatter hat gespürt, dass die Einschläge immer näher kamen. Seitdem bekannt war, dass sein Generalsekretär Jerôme Valcke von der 10-Millionen-Dollar Überweisung Südafrikas an Karibik-Staaten wg. WM-Vergabe 2010 von einem FIFA-Konto aus zumindest wusste, ahnte der ewige Sepp, der ja kein Depp ist, dass sich die Schlinge um seinen Hals zu zieht.

Nun reist er nicht mehr nach Kanada, wo am Wochenende die Frauen-WM eröffnet wird. Die Nähe zur USA ist ihm wohl zu heiß.

Bleibt die Frage, weshalb er nicht sofort zurück getreten ist, sondern das erst auf einem Wahlkongress Ende 2015/Anfang 2016 macht? Wie viele Putzfrauen braucht er, die bis dahin sein Büro säubern?

Aber auch die UEFA ist jetzt in eine Zwickmühle geraten. Zwar hat sie Zeit gewonnen und ihr Treffen am Rande des Champions League-Finales erst einmal annulliert, aber Farbe bekennen wird sie dennoch müssen. UEFA-Chef Michel Platini hatte vor Jahresfrist vollmundig erklärt, er sei der einzige Europäer, der Blatter schlagen könne. Dann hat er gekniffen, weil er Niederlagen hasst – und die Pleite beim Kampf Europa gegen den Rest der Welt war vorhersehbar. Stattdessen schickte Europa einen Prinzen aus dem Morgenland ins aussichtslose Rennen.

Das wird jetzt nicht mehr möglich sein. Die UEFA muss mit einem überzeugenden Kandidaten Afrika, Asien, der Karibik und sogar Südamerika klar machen, wo die besten Vereine spielen (siehe Ergebnisse Klub-WM), wer die besten Spieler bezahlt (siehe  Abstellungen beim Afrika-, Asien- oder Südamerika-Pokal), wer das meiste Geld einspielt (Champions League).

Dass auf dem Kongress in Zürich nicht ein einziger Europäer aufgestanden ist und Blatter die Meinung gegeigt hat, war beschämend. Die UEFA hat Verantwortung für den Weltfußball; jetzt muss sie diese auch übernehmen.

 

Rainer Kalb

Das Exekutiv-Komitee der UEFA trifft sich nach der Wiederwahl von Sepp Blatter zum FIFA-Präsidenten vor dem Champions League Finale in Berlin vermutlich am Freitag zu einer Krisensitzung. Thema: Wie aus der selbstverschuldeten Misere heraus kommen?

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