Die wahre 1. Liga ist die 2.

Wer sich nach dem Abpfiff der Saison die Mühe macht, die „ewige Tabelle“ der Bundesliga zu studieren, wird feststellen, dass unter den zehn Besten in der neuen Saison drei oder vier fehlen werden im Oberhaus. Werder Bremen, mit 1934 Spielen in der Bundesliga in dieser Statistik Rekordhalter, faktisch aber nur Dritter hinter den Bayern und Dortmund, der Hamburger SV, Schalke 04 und womöglich auch der 1. FC Köln. Stattdessen bilden Werksvereine wie Leverkusen und Wolfsburg, Kunstgebilde wie Hoffenheim und Leipzig, Zaungäste wie Bielefeld, Fürth oder womöglich Holstein Kiel die Eliteliga. Mainz und Augsburg reißen auch keinen vom Hocker; hinzu gesellen sich nun noch die einst „Unabsteigbaren“ aus Bochum, die allerdings über ein Jahrzehnt nicht aufsteigen konnten. Trübe Aussichten für den HSV und Werder oder Schalke. 

Freiburg, Mainz, Bielefeld und Hoffenheim liegen, wie es sich für Emporkömmlinge gehört, auf den Plätzen 22,23,24 und 25 der „ewige Tabelle“. Zwischen denen geht der Kampf um bessere Plätze im Mittelfeld weiter wie ein Hamsterrennen.

Anders aber die kommende 2. Liga. Außer den bereits Genannten spielen dort Fortuna Düsseldorf (Europapokalfinalist 1979; 3:4n.V. gegen Barcelona), der 1. FC Nürnberg (neunmaliger Deutscher Meister), der Karlsruher SC (UEFA-Cup-Halbfinalist 1994), Hannover 96 (Viertelfinale Europa League 2012) und, nun auch wieder, Dynamo Dresden und Hansa Rostock.

Da ist doch die zweifellos leicht überspitzte Frage berechtigt, ob in Wahrheit nicht die 2. Liga die erste ist?

Die Deutsche Fußball Liga wird solch eine Frage gewiss als Ketzerei abtun, aber die Fans? Die künftigen Zweitligisten haben oft viel größere Stadien als mancher Bundesligist, und gespannt darf verfolgt werden, wie sich in der neuen Saison die Besucherzahlen verändern.

Neugierig darf auch der Fernsehkonsument sein. Werden ARD-Sportschau und ZDF-Sportstudio ihren Spannungsbogen verändern? Mit unbedeutenden Spielen der Bundesliga beginnen, die 2. Liga in die Mitte stellen und mit Bayern und Dortmund aufhören? Und wird – ganz wichtig – die 2. Liga mehr Geld vom TV-Kuchen verlangen, um noch gleichwertiger werden zu können?

Ein Klub jedenfalls darf sich freuen: die Spielvereinigung Fürth. Derzeit liegt sie auf Platz 53, doch holt sie auch nur 15 Punkte in den nächsten 34 Spielen – selbst Schalke schaffte 16; 102 sind immerhin möglich -  überholt sie Preußen Münster, Fortuna Köln und den SSV Ulm. Wenn das kein Ansporn ist!

 

Rainer Kalb 

 

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