Geld und Zahlen

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat ihre Zahlen für die Saison 2012/13 veröffentlicht. Demnach haben die 36 Vereine der 1.und 2. Bundesliga insgesamt 850,86 Millionen Euro an Steuern bezahlt. Über 850 Millionen!

Da soll noch mal einer von der Polizeigewerkschaft kommen und verlangen, die Vereine sollten die Polizeieinsätze bei Heimspielen bezahlen!

Dem kann – zugegebenermaßen polemisch – nur noch entgegen gehalten werden, wer denn eigentlich den Absperrdienst und Geleitschutz bei beispielsweise einer Fronleichnamsprozession bezahlt? Die heilige katholische Kirche und der Bischof von Limburg gewiss nicht. Im Gegenteil: für die kassiert der Staat auch noch die Kirchensteuer ein.

426,65 Millionen entfallen übrigens auf die Mehrwertsteuer, die auch jeder Fan beim Kauf einer Eintrittskarte mitbezahlt. An Lohnsteuer führten vor allem die Profis 450,14 Millionen Euro ab; zusätzlich 31,88 Millionen an Solidaritäts- und – Achtung! – Kirchensteuer. Mit 69,17 Millionen wurden Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung unterstützt.

Insgesamt hat der Profifußball in der vergangenen Saison 45.214 Menschen in Arbeit und Lohn gebracht - sei es als Festangestellte, sei es als Auftragsarbeit wie beim Sicherheitsdienst. 12.073 Personen waren übrigens im Ordnungsdienst beschäftigt – auch eine Zahl, die sich mancher Kritiker hinter die Ohren schreiben sollte.  11.788 Kräfte waren als Champagner-Kellner in den VIP-Logen oder als Würstchenverkäufer unterwegs.

Dass Profis zu viel verdienen ist auch so ein Märchen, mit dem der Rechenschaftsbericht aufräumt. Von den 2,17 Milliarden Euro Einnahmen flossen nur 39 Prozent  als Festgehalt oder Prämie in die Taschen der Spieler und Trainer. Das ist im Vergleich zu Europa lächerlich wenig.

Die UEFA hat ermittelt, dass im Schnitt (!!) in Europa der Anteil an den Lohnkosten im Verhältnis zu den Gesamteinnahmen bei den Erstligaklubs satte 65 Prozent betrug.

Nur in einem Punkt mussten Reinhard Rauball, der Präsident des Ligaverbandes, und Christian Seifert, der Vorsitzende der Geschäftsführung, böse Miene zum guten Spiel machen. Wo sonst nur Rekordzahlen zu melden waren, gab es doch noch einen Rückgang zu verzeichnen. Die Zuschauerzahl blieb in der Bundesliga mit 41.914 natürlich die beste in Europa, sank aber von 44.293 ab. Der Grund:

Sieben Erstligisten verfügten über Stadien, deren Kapazität nicht über 30.000 lag. Daraus lässt sich natürlich auch ein Umkehrschluss ziehen:

Die englische Premier League mit 35.921 Fans pro Spiel sackt nur deshalb so weit ab, weil sie 2006 keine WM-Stadien hat bauen können.

Und gut 2000 Fans weniger pro Spiel machen auch pro Verein eine knappe Million an Einnahmen aus.

 

Rainer Kalb

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